Staatliches Schulamt Nürnberger Land
Mittelschule Schnaittach · Lernräume neu denken

Innovations­klassenzimmer

Ein Raum, der zeigt, wie gesundes, flexibles und zeitgemäßes Lernen gelingen kann.

Im Innovationsklassenzimmer der Mittelschule Schnaittach werden moderne Lernraumkonzepte praktisch erprobt: von der Akustik über die Möblierung bis zur sinnvollen Einbindung digitaler Medien. Schulen können die Ideen vor Ort kennenlernen und für ihre eigenen Räume weiterentwickeln.

Drei Schwerpunkte · ein Lernraum
Gesund lernen.
Flexibel arbeiten.
Zukunft gestalten.
Einblicke vor Ort

Das Innovationsklassenzimmer in Bildern

Originalaufnahmen aus der bisherigen Bildergalerie der Schulamtsseite.

Das Konzept

Was das Klassenzimmer besonders macht

Raumgestaltung ist mehr als Einrichtung. Sie beeinflusst Konzentration, Wohlbefinden und die Möglichkeiten des Unterrichts.

Gesundheit und Akustik

Akustisch wirksame Decken- und Wandelemente sollen Lärm und Nachhall reduzieren. Das entlastet die Stimme der Lehrkräfte und verbessert das Sprachverstehen.

Flexible Lernsettings

Bewegliche Möblierung unterstützt Plenum, Gruppenarbeit, Einzelarbeit und Rückzug. Der Raum kann sich an Unterrichtssituationen anpassen.

Digitale Medien sinnvoll nutzen

Digitale Endgeräte und Präsentationsmöglichkeiten werden in ein pädagogisches Gesamtkonzept eingebunden – nicht isoliert betrachtet.

Erfahrungen aus der Praxis

Was sich im Schulalltag verändert

Ruhiger unterrichten

Durch gezielte akustische Maßnahmen wurde die Nachhallzeit deutlich reduziert. Beteiligte erleben den Unterricht als ruhiger und strukturierter.

Individueller lernen

Unterschiedliche Arbeitszonen schaffen Raum für Kooperation, selbstständiges Lernen, Differenzierung und Inklusion.

Ideen übertragen

Das Klassenzimmer dient als Erprobungs-, Demonstrations- und Fortbildungsraum. Nicht jede Verbesserung erfordert einen vollständigen Umbau.

Besichtigung und Fortbildung

Den Raum selbst erleben

Schulen und weitere Interessierte können das Innovationsklassenzimmer nach Absprache besichtigen. Führungen, Beratungsgespräche, Workshops und Fortbildungen machen die Ideen vor Ort erfahrbar. Die Terminabstimmung erfolgt über das Staatliche Schulamt im Landkreis Nürnberger Land.

Häufige Fragen

Weitere Informationen zum Innovationsklassenzimmer

Warum ist die Raumakustik so wichtig?

Zu viel Lärm und Nachhall erschweren das Sprachverstehen, die Konzentration und das Lernen. Auch Lehrkräfte werden durch dauerhaftes lautes Sprechen belastet. Das Innovationsklassenzimmer zeigt, wie gezielte akustische Maßnahmen den Unterricht unterstützen können.

Welche Unterrichtsformen unterstützt der Raum?

Unter anderem gemeinsames Lernen im Plenum, Gruppen- und Projektarbeit, Einzelarbeit, Differenzierung sowie digital unterstützten Unterricht. Die Ausstattung lässt sich an wechselnde Anforderungen anpassen.

Was können Schulen ohne größere Umbauten übernehmen?

Bereits eine andere Anordnung der Möbel, klar definierte Lernzonen, einfache Maßnahmen zur Geräuschminderung oder eine durchdachte Platzierung digitaler Medien können helfen. Bauliche, brandschutzrechtliche und schulische Anforderungen müssen dabei beachtet werden.

Ist das Klassenzimmer Werbung für bestimmte Produkte?

Nein. Maßgeblich sind die pädagogischen Funktionen und die Wirkung der Raumgestaltung, nicht einzelne Marken. Unternehmen haben bei der praktischen Erprobung von Lösungen mitgewirkt; die pädagogische Konzeption und fachliche Bewertung liegen beim Schulamt. Eine Produkt- oder Beschaffungsempfehlung ist mit einer Besichtigung nicht verbunden.

Wie können Schulen eigene Lernräume weiterentwickeln?

Ausgangspunkt sind die pädagogischen Ziele und die konkrete Raumsituation. Das Schulamt kann bei der Bedarfsklärung, beim Austausch von Erfahrungen und bei der Abstimmung mit Sachaufwandsträgern unterstützen.

Hintergrund · Kooperation und Transparenz

Ein breites Bildungsnetzwerk – keine einzelnen Firmen
Das Projekt steht im Kontext des Bündnis für Bildung e. V. (BfB). In diesem Netzwerk engagieren sich nicht nur Unternehmen, sondern auch zahlreiche Kommunen, Landkreise, Bildungseinrichtungen, Hochschulen, Stiftungen und gemeinnützige Organisationen. Zu den Mitgliedern zählen beispielsweise das Landratsamt Roth, die Landkreise Aschaffenburg, Kassel, Karlsruhe und Emsland, die Stadt Nürnberg, die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd, die Stiftung Kinder forschen und der Deutsche Städte- und Gemeindebund.

Das Staatliche Schulamt verfolgt bei der Entwicklung des Klassenzimmers einen pädagogischen Auftrag: Lernräume sollen Gesundheit, Wohlbefinden und guten Unterricht unterstützen. Im Vordergrund stehen die Erprobung und der fachliche Austausch – nicht die Absatzinteressen einzelner Anbieter.

Zur Einordnung: Die genannten Einrichtungen sind Beispiele für die breite Mitgliedschaft im Bündnis für Bildung. Daraus folgt nicht, dass alle unmittelbar am Klassenzimmer in Schnaittach beteiligt sind. Mitglieder des Bündnisses für Bildung ansehen.